Gregor Regner

Weltmeister Konditor, Calgary 2009

1) BEST OF Ihrer Lehre – Was war das Beste an deiner Lehre?

Das Beste in meiner Lehre war mein Lehrbetrieb. Als ich das erste Mal beim Fingerlos in Salzburg war und verschlossene Tore am Ruhetag sah, wusste ich: „Da will ich lernen, und nirgend wo anders.“ Die moderne, nahe hinzu einzigartige Line die Fingerlos war und ist für mich sehr faszinierend und spannend. Desserts und französische Cremen in einer Konditorei – das war schon etwas Besonderes und absolut revolutionär in unseren Breiten.Durch die warme Küche, die es bei Fingerlos auch gibt, hat man auch einen kleinen Einblick in die Patisserie bekommen, was natürlich für einen Konditoren auch sehr spannend sein kann. Es war definitiv ein wertvoller und wichtiger Grundstein für meinen weiteren Werdegang. Vom Arbeitsklima ganz zu schweigen – „Lehrjahre sind keine Herrenjahre“ wie es so schön heißt, habe ich keineswegs erfahren. Es war sehr familiär und eine wundervolle Lehrzeit, die ich nicht missen möchte.

2) GREATEST MOMENTS – Was waren für dich die greatest moments der Euroskills/Worldskills?

Die schönsten Momente bei den Skills waren für mich der Zusammenhalt und die gegenseitige Unterstützung des Teams, aber auch die Erfahrung mit vielen anderen Berufssparten auf einmal. Der Austausch, wer kämpft mit welchen Problemen, wie werden diese gelöst, usw. Das Training beim besten Trainer Österreichs, Leo Forsthofer, wo ich sehr sehr viel gelernt habe. Nicht nur 100% genaues, exaktes Arbeiten sondern auch eine gewisse Coolnes zu bekommen, die man bei einem Wettbewerb unbedingt braucht. Und natürlich der Sieg – jedoch vor allem insofern, als dass sich zeigte, dass man, wenn man ein (realistisches) Ziel vor Augen hat, dieses auch erreichen kann und dass egal, wie groß die Anstrengungen sind, es sich immer lohnt für ein echtes Ziel zu arbeiten und zu kämpfen. Und im Nachhinein – welche Welle dieser Titel (schon ohne viel Werbung!) mit sich bringt. Zu Hause im elterlichen Betrieb hat es einen wahren Konditoreitourismus ausgelöst!

3) BIG GOALS – Was sind deine big goals für die Zukunft?

Mein großes Ziel für die Zukunft ist es vor allem, weiterhin qualitativ hochwertige Produkte herzustellen. Und dabei Tradition und Moderne zu verbinden – sowohl in der Herstellung als auch im Endprodukt. Außerdem möchte ich die KONDITOREI und das, was Konditorei eigentlich ist, wieder mehr ins Leben rufen und so in Zeiten von Fast Food und Billigprodukten auf Qualität, Regionalität und Nachhaltigkeit setzen. Und mein größtes Ziel ist es, den Menschen in dieser schnelllebigen Zeit zu sagen: „Nimm dir Zeit zum Genießen“ – und immer wieder unseren Kunden den Tag mit unseren Leckereien zu versüßen.